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Ziel des Penetration Tests ist es, Systeme auf mögliche Schwachstellen
und Sicherheitslücken zu überprüfen, die über IP-Netzwerke auszunutzen
sind. Die Prüfung beinhaltet nicht nur Schwachstellen des IP-Protokolls
selbst, sondern umfasst insbesondere auch die über IP auf höherer Ebene
transportierten Protokolle und Applikationen.
Unterhalb des IP-Protokolls befindliche Ebenen (Network Layer), wie
Schwachstellen in der Physik (Gebäudeschutz, elektromagnetische
Emissionen, Verkabelung, etc.) oder Angriffsmöglichkeiten auf niedere
Transport-Protokolle (WLAN, Ethernet, etc.), werden von dem Penetration
Test nicht erfasst.
Schwachstellen in IP-Netzen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass
der Angreifer keinen physischen Zugriff auf das Zielobjekt benötigt,
sondern aus der Entfernung über das Internet handeln kann. Die Entfernung
zwischen Angreifer und Opfer und die relative Unsichtbarkeit der
Netzwerkkommunikation führen im Allgemeinen dazu, dass der Angriff im
Verborgenen geschieht, spät oder gar nicht entdeckt wird und spätere
Rückschlüsse auf den Angreifer nur schwer zu ziehen sind.
Prävention ist deshalb eine der wichtigsten Strategien zur Abwehr von
Angriffen über IP-Netze.
Zu einer wirksamen Prävention gehört, sowohl die regelmäßige
Überprüfung der vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit,
als auch die Aufdeckung neuer oder unbekannter
Schwachstellen und Hinweise auf deren Beseitigung. Diese Funktion
erfüllt der Penetration Test.
Methodik
Der Kunde benennt gezielt die öffentlichen IP-Adressen der
Systeme und Applikationen, die auf Schwachstellen zu überprüfen sind.
Die Zielsysteme werden dann mit einer Scan-Applikation,
die über eine umfassende und tagesaktuelle Datenbank
mit von Herstellern oder von dritter Seite veröffentlichten
Schwachstellen verfügt, auf Schwachstellen hin überprüft.
Der Test wird „Non-Disruptive“ ausgeführt. Im Anschluss
an die Untersuchung wird dem Kunden ein Bericht über die
gefundenen Schwachstellen mit Hinweisen zu deren Beseitigung
übergeben.
Typische Einsatzszenarien von Penetration Tests
Einmalige Prüfung
Bei einem einmaligen Einsatz des Penetration Tests steht im
Allgemeinen die Prüfung des Sicherheitsdesigns im Vordergrund.
Werden bei einer einmaligen Prüfung Schwachstellen aufgedeckt,
so ist das simple Einspielen eines Sicherheits-Patches
nicht ausreichend, da bei den meisten Produkten im Laufe der
Zeit neue Fehler zu erwarten sind. Die Schutzwirkung der einmaligen
Untersuchung würde also nach gewisser Zeit schnell
wieder verblassen und somit den langfristigen Nutzen in Frage
stellen. Um eine dauerhafte Verbesserung der Sicherheit
zu erzielen sollte deshalb bei aufgedeckten Schwachstellen
entweder eine Design-Änderung oder eine Änderung der
Betriebs-Prozesse erfolgen, die auch die Möglichkeit neu
auftretender Fehler berücksichtigt und deren Ausnutzung
prophylaktisch verhindert.
Beispiel: die einmalige Untersuchung der über das Internet
erreichbaren Webserver einer Firma deckt eine Schwachstelle in
der eingesetzten Web Server Software auf. Ein Patch
zum Schließen der Lücke ist bereits vom Hersteller erhältlich.
Da aber davon auszugehen ist, dass auch in Zukunft neue
Sicherheitslücken auftreten werden, würde das einmalige
Einspielen eines Patches die Probleme nur für eine begrenzte
Zeit beseitigen.
Besser ist es, eine Design-Änderung vorzunehmen und z.B.
vor die Webserver Geräte zu installieren, die eine entsprechend
tiefgehende Inspektion des Web-Traffics vornehmen,
so dass auch zukünftig neu auftretende Lücken bereits vor
den Webservern abgefangen werden. Dies könnten z.B.
Intrusion Protection Syteme oder besser noch spezialisierte
Web Application Firewalls sein, die jeden übermittelten Parameter
auf Einhaltung der Spezifikationen hin überprüfen.
Regelmäßige Prüfung
Ist das eingesetzte Sicherheitsdesign bereits weitgehend
optimal, so kann eine regelmäßige Prüfung auf zwischenzeitlich
neu aufgedeckte Schwachstellen die Sicherheit effektiv
erhöhen, da man potentiellen Angreifern durch ein zeitnahes
Schließen der Lücken (z.B. durch Aufspielen von Patches
oder Änderung des Regelwerkes) zuvorkommen kann.
Die regelmäßige Prüfung schützt auch vor Bedienfehlern
durch das Betriebspersonal, da auch hierdurch verursachte
Lücken aufgezeigt und somit wieder korrigiert werden können.
Statistiken über die momentan offenen und die bereits
geschlossenen Sicherheitslücken ermöglichen es der IT Leitung
und der Revision zudem eine Übersicht über die Tätigkeit des
Sicherheitspersonals und den allgemeinen Sicherheitsstatus
des Netzes zu erlangen.
Beispiel: der Webauftritt einer Firma im Internet soll vor
angriffen geschützt werden. Die eingesetzten Produkte und das
Sicherheitsdesign sind im wesentlichen vorgegeben.
Durch regelmäßige Penetration Tests der Webserver aus dem
Internet heraus wird sichergestellt, dass eventuelle Fehlkonfigurationen
der Firewalls oder Webserver systematisch erkannt werden.
Ebenso werden die Administratoren der Server
zeitnah darüber benachrichtigt, wann das Einspielen eines
von den Softwareherstellern neu veröffentlichten Sicherheitspatches
notwendig ist.
Produktvarianten
Basic
Die Produktvariante Basic beinhaltet die einmalige oder regelmäßigen
Untersuchung der von dem Kunden vorgegeben Systeme auf Schwachstellen.
Ein automatisch generierter Bericht mit einer Auflistung der
Schwachstellen und den empfohlenen Gegenmaßnahmen
(Änderung bestimmter Einstellungen, Einspielen von Sicherheits-Patches)
wird von Pan Dacom an den Kunden weitergeleitet.
Advanced (optional)
Die Produktvariante Advanced beinhaltet die einmalige oder
regelmäßigen Untersuchung der von dem Kunden vorgegeben Systeme auf Schwachstellen.
Pan Dacom bereitet die automatisch generierten Berichte
auf. Dies beinhaltet eine Identifikation von False-Positives,
die unabhängige Einschätzung der Relevanz gefundener
Schwachstellen und die allgemeine Unterstützung des
Kunden bei der Interpretation des Berichtes und den empfohlenen
Gegenmaßnahmen. Das können Empfehlungen
zur Änderung bestimmter Parameter, Einspielen bestimmter
Sicherheitspatches oder falls notwendig auch Änderungen
des Netzdesigns sein.
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